Das Forum für Skoda - Oldtimer



#1

E 10 Sprit ab 2009 - große Sauerei!?

in Allgemeine Info´s - Vorschläge , Hinweise etc. ... 29.01.2008 23:16
von 130rs • 24 Beiträge
Was sagt Ihr eigentlich dazu, dass wie es aussieht ab 2009 die Beimischung von Bioethanol in Normal- und Superbenzin von 10% alle Autos in der Regel die, die älter als Bj. 1998 sind dazu zwingt Super Plus zu tanken, weil ihr Motor E 10 Sprit nicht abkann?

Ist das nicht eine Zumutung? Nur weil der agressive Bioethanol so von fast keinem gefahren werden kann und die Politik ihre Biospritquote mit Gewalt durchdrücken will, sollen jetzt alle leiden. Was muß denn noch alles passieren das endlich mal diesem Wahnsinn aus Belrin einhalt geboten wird?

Stelle das Thema einfach mal zu Diskussion. Euere Meinung zu diesem Thema interesiert mich.

Christian (130rs)
zuletzt bearbeitet 29.01.2008 23:17 | nach oben springen

#2

RE: E 10 Sprit ab 2009 - große Sauerei!?

in Allgemeine Info´s - Vorschläge , Hinweise etc. ... 05.02.2008 00:49
von Mittsommernachtstraum • 2 Beiträge

Hallo Christian,

ich kann Dir nicht deutlich genug Recht geben, das Thema ist ein echter Aufreger. Normalbenzin ist schon so gut wie abgeschafft, da der Preis auf Super-Niveau angehoben wurde.

Ich bin ein großer Beführworter regenerativer, bilogisch nachwachsender Brennstoffe. Die Ölvorräte sind begrenzt. Aber wir Autofahrer, die wir Fahrzeuge fahren die ehemals "umwelt"bewusst für Normalbenzin ausgelegt wurden dürfen jetzt die teuerste Sorte tanken. Den Umweltnutzen kann ich nicht erkennen.

In Heizkraftwerken und Müllverbrennungsanlagen wird weiterhin schweres Heizöl auf Basis fossiler Vorkommen verbrannt. Hier könnte man den Anteil nachwachsender Brennstoffe erhöhen. Diese Anlagen sind technisch nicht so komplex aufgebaut wie ein Automotor, sie arbeiten in einem wesentlich enger definierten Leistungsbereich. Aber dann müssten die Betreiber dieser Anlagen die Mehrkosten für Biosprit tragen - und nicht der Autofahrer. Das ist wohl politisch nicht gewollt.

Allerdings, ich vermute fast, die alten Skodas können auch das neue Gemisch vertragen. Sie wurden gebaut für die Qualitätsansprüche (ans Benzin) des damaligen Ostblocks. Will sagen, die können was ab. Schwieriger wird es bei Motoren höherer Leistung aus westdeutscher Produktion, die mit viel technischen Raffinessen bewusst für den Gebrauch von Normalbenzin ausgelegt wurden. Beispiel der "eta-Motor" von BMW. So ein Ding fahre ich nämlich seit kurzem, ist 23 Jahre alt und kann Rapsöl so garnicht leiden.

Ich bin gespannt auf weitere rege Diskussion zu diesen Thema

Matthias

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#3

RE: E 10 Sprit ab 2009 - große Sauerei!?

in Allgemeine Info´s - Vorschläge , Hinweise etc. ... 13.02.2008 18:25
von S136G • 12 Beiträge
Interne Mitteilung SkodaAuto / 13.02.08

Liebe Škoda-Partnerinnen und -Partner,
sehr geehrte Damen und Herren,
im Rahmen der aktuellen Umweltdiskussion kommt immer häufiger der Kraftstoff E10 ins Gespräch.
Der Kraftstoff E10 ist ein Benzin-Ethanol-Gemisch, bei dem die dem E angefügte Zahl angibt, wie viel Volumenprozent Ethanol dem Kraftstoff beigemischt wurde. Die Kraftstoffe Normalbenzin E10 und Superbenzin E10 bestehen somit zu 10% aus Ethanol und zu 90% aus Benzin. E10 entspricht der Norm: DIN 51626-1.
Die dazu vorliegende Novelle der Kraftstoffqualitätsverordnung (10. BImSchV) hat noch keine Gesetzeskraft. Die abschließende Kabinettbefassung ist für Mai 2008 vorgesehen.
Der Gesetzesvorschlag sieht vor, dass die Beimischung auf 10% statt bisher 5% Ethanol für die Kraftstoffe Normalbenzin und Superbenzin zum Jahr 2009 erhöht werden soll. Der Kraftstoff Super Plus soll weiterhin - auch über das Jahr 2009 hinaus - mit einem fünfprozentigen Anteil von Ethanol angeboten werden.
Aufgrund dieser möglichen Gesetzesänderung ergibt sich natürlich für Sie und unsere Kunden die Frage, welche Škoda Modelle mit dem Kraftstoff E10 betankt werden können.
Wir können Ihnen mitteilen, dass die Ottomotoren in Fahrzeugen der Marke Skoda unabhängig vom Modelljahr bis auf wenige Ausnahmen für den Betrieb mit den genormten E10-Kraftstoffsorten geeignet sind, die zukünftig an deutschen Tankstellen angeboten werden sollen.
Skoda-Kunden können damit die neuen Kraftstoffsorten Normal E10 und Super E10 verwenden, die nach entsprechender gesetzlicher Regelung bis zu zehn Prozent Ethanol enthalten.
Ausnahmeregelungen gelten für Octavia II-Modelle mit den 1,6l 85kW und 2,0l 110kW FSI-Motoren aus den Bauzeiträumen 2004 bis maximal 2006, die wie bisher mit Super Plus betankt werden müssen. Die Verwendung von Super E10 nach 2006 für diese Motoren wird derzeit noch geprüft.
Super Plus-Pflicht gilt ebenfalls weiterhin für alle Motoren, für die diese Kraftstoffart bisher schon vorgeschrieben war (z.B. 2,0l Turbo FSI 147kW RS-Motor).
Die Motoren der Modellreihen Felicia, Forman und Favorit befinden sich noch in der Laborprüfung.

Ich halte Euch bezüglich Felicia, Forman und Favorit auf dem laufendem.

Beste Grüße
Christian
zuletzt bearbeitet 13.02.2008 18:34 | nach oben springen

#4

RE: E 10 Sprit ab 2009 - große Sauerei!?

in Allgemeine Info´s - Vorschläge , Hinweise etc. ... 14.02.2008 17:00
von 130rs • 24 Beiträge

Danke Christian für Deinen Beitrag.

Hatte auch gestern gerade die Skoda Verlautbarung in der Presse gelesen. Aber ob auch die Heckmotoren-generation dazugehört zu den E 10 fähigen Autos, war daraus nicht ableitbar. Ob das überhaupt noch jemand kümmert? Es bleibt ein Restrisiko, auch wenn der Favorit es vertagen sollte, da man ja von ähnlichen Motorkomtonenten ausgehen kann, weiß man ja nicht wie die eine oder andere Dichtung reagiert.

Grüsse Christian (130rs)

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#5

RE: E 10 Sprit ab 2009 - große Sauerei!?

in Allgemeine Info´s - Vorschläge , Hinweise etc. ... 18.02.2008 12:19
von S136G • 12 Beiträge
Hallo Christian,

leider kümmert Skoda die Heckmotorengeneration wohl nicht mehr....

Für den Felicia, 1994-2001, gilt:
Der Motor 1,6 l 55 kW befindet sich noch in der Laborprüfung.
Für den Motor 1,3 l OHV mit 40 kW und 50 kW müssen Teile des Druckreglers (also Einspritzer) ersetzt werden.
In der Prüfung befinden sich Motoren vorangegangener Modelle (Forman, Favorit).

Klar trübt der Preis für Super-Plus den Fahrspaß, gerade wenn man wie Du das Fahrzeug im Alltag fährt. Im übrigen hat sich auch bei diesem Kraftstoff / ETBE etwas geändert: Die bisherige Kraftstoffsorte Super Plus bleibt bei max. 5% Ethanol, zugelassen sind in der
neuen DIN 51626-2 allerdings 3,7% Sauerstoffgehalt (statt bisher 2,7%) die aber nur durch
Beimischung von Ethern (ETBE) erreicht werden dürfen. Damit ist dieser Kraftstoff auch für
alle Neu- und Bestandsfahrzeuge geeignet, da ETBE hinsichtlich Korrosion unschädlich ist
und mit nach wie vor max. 5% Ethanol keine Veränderung gegenüber heute darstellt.

Da mich die Kraftstofffrage als "Schönwettersonntagsfahrer" nur bedingt berührt teile ich jedoch die Meinung GROSSE SAUEREI. Was mich jedoch mehr betrübt und direkt betrifft ist der Fahrverbot mangels Feinstaub-Plakette....
Ich denke das da ein jeder von uns betroffen ist, ob viel oder wenig Fahrer. Zudem die Ausnahmeregelungen eine echte Sauerei sind, da diese nur den jeweiligen Zulassungsort befreien was somit einen Wochendausflug oder gar eine Terminwahrnehmung in einer anderen Stadt nicht ermöglicht. Jetzt haben natürlich diejenigen von uns welche mit H-Kennzeichen fahren gutes Spiel. Diejenigen die allerdings gesetzes-konform ihr Fahrzeug, trotz Möglichkeit durch Alter und Zustand, nicht als H-istorisch wertvoll zugelassen haben werden nun dazu gezwungen. Der Nachteil einer H-Kennzeichnung ist die Zulassungsart. Bei dieser ist zu beachten, das der ermöglichte Versicherungsvorteil aus folgenden Bedingungen geknüpft ist: Fahrten nur zu Veranstaltungen, Messen oder Vorführungen mit Einladung, sowie Fahrten zu notwendigen Werkstattaufenthalten. Die Versicherer verklausulieren in den meisten Fällen eine km-Freigrenze von 5.000 km pro Jahr, aber Achtung: Der gewährte Steuervorteil ist davon nicht betroffen. Also nehmen wir das mal genau, der eifrige Jungpolizist () der am Sonntag bei super schönem Wetter Dienst schieben muss wo seine Geliebte sich mit ihrem "altem Kumpel" am Baggersee trifft zieht Euch zu einer allgemeinen Verkehrskontrolle heraus, findet nichts da selbst der Verbandskasten nicht abgelaufen ist. Aber dann, gefrustet fällt Ihm ein wie die Rechtsgrundlage für H-Kennzeichen ist und fordert von Euch den entsprechenden Nachweiß. Werkstatt zählt nicht - keine regulären Öffnungszeiten, Veranstaltung - offizieller Nachweiß, also er hat Euch. Der Vorgang geht aus steuerrechtlichen Gründen vor den Staatsanwalt. Steuerhinterziehung (haben wir ja gerade durch unsere Prominenz in der Presse) seit der ersten Zulassung des Fahrzeug mit H Kennzeichnung. Weiterfahrt wird untersagt und das Kennzeichen, da Sonderkennzeichen aberkannt.
Können wir nur hoffen, seine Freundin hatte Spaß....



Beste Grüße aus Stuttgart
Christian
zuletzt bearbeitet 18.02.2008 12:40 | nach oben springen

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